„Was kostet das?" ist die erste Frage jedes Gastronomen – und beim Geofencing gibt es eine gute Antwort: Du bestimmst das Budget selbst. Es gibt kein Mindest-Investment von tausenden Euro. Entscheidend ist nicht, wie viel du ausgibst, sondern wie zielgenau.
Dieser Beitrag ist Teil unseres Geofencing-Guides für Restaurants. Wenn du erst wissen willst, wie Geofencing überhaupt funktioniert, starte dort – hier geht es konkret ums Geld.
Die zwei Kostenblöcke
Geofencing-Kosten setzen sich immer aus zwei Teilen zusammen: dem Werbebudget (das Geld, das tatsächlich an Meta, Google & Co. fließt, damit deine Anzeige ausgespielt wird) und – optional – den Technik- bzw. Dienstleisterkosten (Tools, App-Push-System, Betreuung). Wer selbst über die Werbeanzeigen-Manager arbeitet, zahlt nur den ersten Block.
Was kostet das Werbebudget?
Lokale Radius-Kampagnen sind erstaunlich günstig, weil die Zielgruppe klein und genau ist. Realistische Richtwerte:
| Ansatz | Budget | Wofür geeignet |
|---|---|---|
| Einsteiger | 5–10 € / Tag | fester Radius, ein klares Angebot (z. B. Mittagstisch) |
| Aktiv | 10–20 € / Tag | mehrere Standorte/Anlässe, A/B-Tests |
| Kampagne | 300–600 € / Monat | Neueröffnung, Event, Saison-Push |
Abgerechnet wird meist pro 1.000 Einblendungen (TKP) oder pro Klick. In einem engen Umkreis zahlst du oft nur wenige Cent pro erreichtem Menschen – weil du eben nicht die halbe Stadt bewirbst, sondern nur die Leute, die wirklich in der Nähe sind.
Tool- und Dienstleisterkosten
- Selbst gemacht (Meta/Google Ads): 0 € extra – du zahlst nur das Werbebudget. Standort + Umkreis lassen sich direkt im Anzeigen-Manager einstellen.
- Geofencing-Plattformen / Apps (echte Push-Nachrichten im Geofence): meist 50–300 € pro Monat, je nach Funktionsumfang und Kontaktvolumen.
- Agentur / Betreuung: 500–2.000 € pro Monat für Strategie, Aufsetzen, Tracking und laufende Optimierung – plus Werbebudget.
Beispielrechnung: Stadtrestaurant, 1.000-m-Radius
Angenommen, du bewirbst deinen Mittagstisch werktags im Umkreis von einem Kilometer mit 400 € Monatsbudget. Damit erreichst du je nach Stadt grob 30.000–60.000 Einblendungen. Wenn davon nur ein kleiner Bruchteil zu Gästen wird – sagen wir 80 zusätzliche Mittagsgäste à 15 € – stehen 400 € Kosten rund 1.200 € Mehrumsatz gegenüber. Genau dafür misst du von Anfang an mit (mehr dazu im Guide unter „ROI & Erfolgsmessung").
Lohnt sich das?
Geofencing rechnet sich vor allem dann, wenn du ein spontan einlösbares Angebot hast: Mittagstisch, Happy Hour, freie Tische heute Abend, ein Event. Wer hungrig in der Nähe ist, reagiert auf den richtigen Impuls sofort. Für langfristige Markenbildung allein ist es weniger geeignet – da spielen Bewertungen, Profil und Website (deine KI-Sichtbarkeit) die größere Rolle.
Hinweis: Alle Preise sind Richtwerte aus der Praxis (Stand 2026) und hängen stark von Stadt, Wettbewerb und Angebot ab. Sie ersetzen kein individuelles Angebot.


